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Faires Gold - wie geht das?

Sobald man beginnt, sich für Eheringe, Verlobungsringe oder generell Schmuck aus Gold zu interessieren, stößt man sehr bald auf Begriffe wie “faires Gold”, “FairTrade Gold”, “recyceltes Gold” und sogar “grünes Gold”. Was bedeuten diese Begriffe eigentlich, und was ist der Unterschied?


Wir bei Elisabeth Habig fertigen alle unsere Eheringe, Verlobungsringe, Schmuckserien und ausgefallenen Einzelstücke aus recycelten Edelmetallen, die wir von der Österreichischen Gold- und Silberscheideanstalt (ÖGUSSA) beziehen. Diese hat sich der Verwendung von ausschließlich recyceltem oder Fairmined Gold verschrieben, und ist Mitglied des Responsible Jewellery Council - einer Organisation, die sich der konfliktfreien Erzeugung von Edelmetallen verpflichtet hat.

Wir verwenden in unserem Atelier ausschließlich recyceltes Gold oder von KundInnen mitgebrachtes Altgold, das wir selbst einschmelzen - da wir dies für den nachhaltigsten Weg halten, verantwortungsvoll mit unserer Umwelt und seltenen Ressourcen wie Gold, Silber, Platin und Palladium umzugehen.

Der Prozess des Goldabbaus war schon seit der Antike gefährliche, harte Arbeit. In 1000 Tonnen Gestein finden sich nur wenige Gramm reines Gold, das mit giftigen Chemikalien aus dem Mineral herausgelöst wird. Immer wieder kommt es dadurch zu Umweltschäden und gesundheitlichen Problemen der Arbeiter, die mit den giftigen Stoffen - oft ohne ausreichende Ausbildung oder Schutzausrüstung - hantieren müssen.


  • Faires Gold ist der Überbegriff für jedes Gold, das unter fairen, nachhaltigen Bedingungen gewonnen wurde. Die Herkunft kann dabei ganz unterschiedlich sein: einerseits Gold, das in überprüften Minen mit strengem Umweltschutz und fairen Arbeitsbedingungen abgebaut wurde. Andererseits recyceltes Gold, da hier ebenfalls weder Umwelt noch Arbeiter geschädigt oder ausgebeutet werden.

  • Recyceltes Gold ist Gold, das aus alten Schmuckstücken, Handys oder anderen goldhaltigen Gegenständen stammt, und in einem aufwendigen technischen Prozess gereinigt und wiederaufbereitet wird. So wird beispielsweise aus alten Elektronikprodukten oder aus der Mode gekommenem, eingeschmolzenem Goldschmuck wieder reines, fair gewonnenes Gold. Der Vorteil daran ist, dass Gold ohne Qualitätsunterschied unbegrenzt wieder aufbereitet werden kann, und durch das Recycling die Rohstoffe für das Gold nicht um die Welt verschifft werden müssen, sondern hier in Österreich und Europa verarbeitet werden. Hierzulande gehandeltes Recycling-Gold wird von lokalen Scheideanstalten unter strengsten Umweltauflagen und sicheren Arbeitsbedingungen aufbereitet und an Goldschmiede und Künstler geliefert.

  • FairTrade Gold nennt sich Gold, das das Siegel der internationalen FairTrade Organisation aufweist, deren Logo man auch auf fair gehandeltem Kaffee, Kakao und vielen weiteren Produkten findet. Hier handelt es sich zwar um Gold, das in Minen abgebaut wird, wobei jedoch die Produzenten die Bedingungen der Fairtrade-Organisation für faire Bezahlung, Umweltschutz und Sicherheit einhalten müssen, damit ihr Gold das geschützte Zertifikat “Fair Trade” tragen darf. Ähnlich ist es auch bei “Grünem Gold” oder “Green Gold”. Das Zertifikat einer Schweizer Scheideanstalt soll ebenfalls bei den Produzenten die Einhaltung hoher sozialer, ökologischer und gesundheitlicher Standards sicherstellen.


Bewusst haben wir bei Elisabeth Habig uns daher für Recycling-Metalle entschieden, da wir durch den Verzicht auf frisch abgebautes Gold den Eingriff in die Natur und lange Transportwege vermeiden. Gerne nehmen wir auch Ihre alten Schmuckstücke entgegen, um neue Lieblingsstücke daraus anzufertigen - siehe mehr im Beitrag zu Schmuck aus Altgold.







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Elisabeth Habig, Spiegelgasse 25, 1010 Wien
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